Lebensbericht Martin Hähnke

Martin Hähnke kam Anfang September zu uns, jetzt berichtet er selbst wie wunderbar Gott ihn verändert hat:

Ich wurde am 17.08.84 in Malchin (Mek 'Pom) geboren uns. Kaum auf der Welt, wurde ich von meiner Mutter zur Adoption frei gegeben. Meine Adoptiveltern hatten noch ein weiteres Adoptivkind (Daniel). Sie kümmerten sich wirklich sehr gut um mich und meinen Bruder. Doch leider war ich sehr rebellisch und fing u. a. schon mit 6 Jahren an, heimlich zu rauchen. Mit 14 Jahren trank ich zuerst Bier, später kam dann Schnaps in allen möglichen Ausführungen dazu.

Martin Hähnke
v. l. n. r.: Olli, Martin, Jörg

Als ich 15 Jahre war, hatte mein Adoptivvater einen schweren Unfall, der zur Querschnittslähmung führte - außerdem zerbrach die Ehe meiner Adoptiveltern, nun kam ich überhaupt nicht mehr im Leben klar und fing an, mich mit Drogen zu beschäftigen. Manchmal haute ich tagelang von zu Hause ab, manchmal wusste ich am nächsten Morgen nicht einmal, wo ich am Tag zuvor war. Ich berauschte mich mit Kokain und Speed. Mein Freundes- und Bekanntenkreis bestand ausschließlich aus Drogendealern und Abhängigen, dadurch ließ ich mich oft zu kriminellen Aktionen verleiten. (Einbruch, Diebstahl, Verkauf von Drogen etc.) Als ich später meine eigene Wohnung als Umschlagplatz der Drogenmafia zur Verfügung stellte, wurde meine Lebenssituation bedrohlich. Ich bekam schreckliche Angstzustände und stand unter psychischem Druck. Obendrein war ich zu diesem Zeitpunkt bereits schwerst drogen- und alkoholabhängig.

Als ich wieder mal völlig zerschunden, wie so oft zu meiner Adoptivmutter floh, offenbarte sie mir einen Brief meiner leiblichen Mutter. In diesem Brief stand, dass sie mich unbedingt wiedersehen möchte. In mir stieg Hoffnung auf in Berlin mein Leben bei meiner leiblichen Mutter neu zu starten. Ich glaubte wirklich, mit allem Schlechten aufhören zu können und in einer neuen Umgebung bei meiner leiblichen Mutter mein Leben in den Griff zu bekommen. Doch nach nur wenigen Wochen in Berlin bei meiner richtigen Mutter war dort schon „dicke Luft“ und so zog ich gleich wieder aus.

Als ich eine zeitlang auf der Straße lebte, bekam ich endlich eine 1-Zimmer-Wohnung in Berlin - Oberschöneweide. Doch diese wurde wieder zum Treffpunkt meiner Freunde (wieder Alkohol-und Drogenabhängige und Kriminelle) - mein Leben ging weiter bergab. Fast täglich stand ich im Vollrausch.

Als ich eines Abends ziellos und hoffnungslos durch den Kiez lief und über mein Leben und über die Hoffnungslosigkeit nachdachte, konnte ich plötzlich nicht weiter laufen. Ich stand an der Eingangstür der Gemeinde "Zukunft für DICH e.V." Ich schaute auf das Logo und war wie magnetisiert von dem Kreuz über der Tür. Ein Mitarbeiter (Olli) kam heraus und sprach mich an: "Komm doch Sonntagabend zum Gottesdienst." Ich wollte aber nicht bis Sonntag warten und fragte: "Kann ich denn nicht heute schon rein kommen?" Olli lächelte und sagte: "Selbstverständlich, wir haben grad Bibelstunde, komm rein!" In dieser Bibelstunde erzählte Olli von seinem Leben, das meinem so sehr glich. Ich spürte so eine Wärme. Alle die dort waren, waren so freundlich und echt. Ich fühlte mich so wohl. Mir war als stünde plötzlich eine Mauer des Schutzes um mich herum, die mich von der Finsternis, des hässlichen Stadtviertels trennte. Ich wollte aus meiner Perspektivlosigkeit und Hoffnungslosigkeit heraus. Nach anfänglichen Kämpfen ging ich regelmässig zu den Bibelstunden und Gottesdiensten von Zukunft für DICH e.V. Ich übergab mein Leben Jesus Christus, der mich total veränderte. Jesus befreite mich von Alkohol, Drogen und Zigaretten. Jörg und Olli nahmen mich auch auf eine Evangelisation nach Nürnberg mit, auf der ich vor hundert Menschen von meiner Lebensveränderung durch Jesus berichten durfte. Kurz vor Weihnachten ließ ich mich taufen. Da ich sehr viel Mist in meinem Leben gebaut habe, musste ich noch 2-mal vor Gericht. Ich bekannte alle meine Schuld und berichtete davon, wie Jesus mich verändert hat. Dadurch wurde mir die Möglichkeit eingeräumt, statt der Gefängnisstrafe eine Therapie zu machen. Ich entschied mich für eine christliche, lebensverändernde und charakterstärkende Therapie im Haus Wiedenhof/Lüdenscheid. Gott hat in mir den Wunsch gestärkt, eines Tages anderen Menschen von der rettenden Botschaft von Jesus zu erzählen und Menschen ohne Gott ganz praktisch zu helfen. Ich danke Jesus jetzt schon, dass ich ihm einmal dienen darf.

Martin Hähnke